Vorbericht aus der Walsroder Zeitung (September 2006)
Bereits jetzt haben die verantwortlichen Organisatoren der größten
Ausbildungsmesse in der Region mit den Vorbereitungen zur 5.
Auflage der Veranstaltung begonnen. Uwe Herold, Berufsberater
bei der Arbeitsagentur in Walsrode, hat gemeinsam mit den Fachkonferenzleitern
Ulrich Sorge, Realschule Walsrode und Jörg Müller,
Felix-Nussbaum-Schule begonnen, die Betriebe einzuladen. Wie
in den letzten Jahren werden sich ca. 40 Betriebe mit 80 Ausbildungsberufen
vorstellen.
Vor
dem Hintergrund, dass auch in diesem Jahr Ausbildungsplätze
fehlen werden, haben sich die Organisatoren der 5. Walsroder
Ausbildungsmesse vorgenommen, die Attraktivität der Veranstaltung
weiter zu steigern. Neben den bereits in den letzten Jahren vertretenen
Betrieben aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung werden in
diesem Jahr u.a. der Reeder-Verband aus Hamburg, der die Berufe
in der Seeschifffahrt vorstellt, sowie die Firmen Roeder, Soltau
und Exxon, Hannover neu hinzukommen. Weiterhin stellen sich die
schulischen Ausbildungen in der Berufsschule und im Gesundheits-
und Pflegebereich vor. Neben Vorträgen in den Hörsälen
des Schulzentrums werden im Forum und in den Klassenräumen
des Obergeschosses informative und interessant gestaltete Messestände
geboten.
Für die Besucher der Messe war es in den Vorjahren interessant,
wenn neben einer erfahrenen Fachkraft ein oder mehrere Auszubildenden
an den Ständen als Ansprechpartner zur Verfügung standen.
Besonders gute Resonanz fanden anschauliche Berufstätigkeiten,
bei denen die Schüler selbst aktiv handeln konnten. Zu loben
waren hier in den letzten Jahren die Stände der großen
Industrieunternehmen sowie die Bäckerinnung, die es sich
nicht nehmen ließ, während des Vormittags pausenlos
Butterkuchen für die Schülerinnen und Schüler
zu produzieren und anzubieten. Dieser Markt der Ausbildungsmöglichkeiten
wird auch in diesem Jahr von über 1000 Schülern aus
den Schulen Walsrodes und des Südkreises besucht werden.
Obwohl
sich die ansprechende Präsentation eines Berufes
für die Innungen des Handwerkes oftmals wesentlich schwieriger
gestaltet als für die Ausbildungsabteilung eines Großbetriebes,
hoffen die Veranstalter, dass sich die Beteiligung des Handwerks
in diesem Jahr wieder verbessert. Gerade im letzten Jahr waren
hier einige kurzfristige Absagen zu verzeichnen. Der Mangel an
Handwerksberufen auf der letzten Messe wurde von vielen Besuchern
der Messe bemängelt und darf sich nicht wiederholen. Gerade
für Hauptschüler stellt das Handwerk immer wieder seine
Leistungsfähigkeit bei der qualifizierten Berufsausbildung
unter Beweis.
Bei in Zukunft sinkenden Bewerberzahlen muss hier schon jetzt
das Werben um die Mitarbeiter von Morgen beginnen, um nicht später
den Anschluss zu verlieren. Für den Süden des Landkreises
Soltau-Fallingbostel stellt die Ausbildungsmesse im Schulzentrum
dafür den geeigneten Raum zur Verfügung. Dabei zeigt
sich, dass viele Schüler von der Vielzahl der Ausbildungsmöglichkeiten überrascht
sind, neue Berufe für sich entdecken und erste Gespräche
mit ihren zukünftigen Ausbildern führen. Es werden
Hemmschwellen abgebaut und Kontakte geknüpft. Dies ist allerdings
nur möglich für Ausbildungsberufe, die auf der Messe
vertreten sind.
Sollte noch jemand ein weiteres Angebot unterbreiten und auch
seinen Beruf vorstellen wollen, kann er sich noch bis Ende August
an die Veranstalter wenden.