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Mahn- und Gedenkfeier 2009
Am
Montag, dem 09. November 2009 wurde erneut am jüdischen Friedhof in Walsrode die Mahn- und Gedenkfeier zur Erinnerung an die
Greueltaten der Nazidiktatur durchgeführt.
Bericht aus dem Vorjahr
Lokales
(aus der WZ. vom 11.November 2008)
Für die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Walsrode ist Felix Nussbaum
nicht irgendein Maler gewesen, der wegen seiner jüdischen Abstammung
1944 in Auschwitz umgebracht wurde. Felix Nussbaum ist der Namensgeber
ihrer Schule – der Felix-Nussbaum-Schule Walsrode. Deshalb und noch
aus vielen anderen Gründen gestalten sie jedes Jahr zur Erinnerung an
die
Pogromnacht 1938 an der Mauer des jüdischen Friedhofs an der Hannoverschen
Straße eine Gedenkfeier.
Verantwortlich für das Jetzt
Walsrode. In der Nacht von Sonntag auf Montag jährte sich die Progromnacht
zum 70. Mal. Sie galt damals als Auftakt der organisierten Judenverfolgung
in Deutschland – eine Art Generalprobe für das, was an systematischer
Verfolgung und Ermordung folgen sollte. Schauderhaft und beschämend
das Ergebnis: Sowohl die Generalprobe gelang – Hunderte von Synagogen,
jüdischen Geschäften und Häusern gingen in Flammen auf – als
auch die Massenvernichtung der Juden wurde in deutscher Perfektion
und
Gründlichkeit vollzogen. Millionen von Juden wurden in deutschen
und polnischen Konzentrationslagern ermordet. Die Schuld dafür
tragen nicht mehr die heute lebenden Generationen. Aber sie sind
verantwortlich – verantwortlich dafür, die Erinnerung an die
Greueltaten ihrer Vorfahren wach zu halten. Damit nie wieder in
Deutschland
Menschen aufgrund ihrer Religion, Hautfarbe, Herkunft oder Nationalität
verfolgt, verletzt, diskriminiert, ausgegrenzt, misshandelt oder
sogar ermordet werden. Deshalb galt die Mahn- und Gedenkfeier
nicht
nur den ermordeten Juden, sondern auch „allen Opfern von Terror,
Gewalt, den Verfolgten, Gequälten und Ermordeten“, wie Schülerinnen
und Schüler betonten. „Auch nach 70 Jahren dürfen wir nicht vergessen.
Es gibt zu viele, die gleichgültig dem Treiben Radikaler zusehen.
Wir sind für das Jetzt verantwortlich und müssen wachsam sein.
Unterdrückung und Gewalt dürfen keinen Raum bei uns finden.“
Schulleiter Rüdiger Strack und der stellvertretende Bürgermeister
Karl-Heinrich
Hofius legten an der Mauer des Friedhofs Kränze nieder.
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